Die Soulmusik entwickelte sich wie die mit ihr verwandten Stile des Jazz und Funks aus den Kulturen von Afroamerikanern. Jedoch wird der Soul vor allem im Gegensatz zu dem Jazz als klare Unterhaltungsmusik angesehen. Nach der Entstehung in den 1950er Jahren wurde der Begriff Soul beinahe als eigentliches Synonym zur Popmusik der schwarzen Bevölkerung Amerikas verstanden. Die in diesen Jahrzehnten sich entwickelnde Bürgerrechtsbewegung ist dabei eng mit der Etablierung des Souls verbunden. Hauptsächliches Merkmal der Soulmusik ist dabei vor allem die stark emotionale Interpretation von entsprechenden Songs oder instrumentalen Soloeinlagen. Als eigentliche Begründer des Souls gelten unterschiedliche Grössen wie Ray Charles oder Sam Cooke. Insbesondere ab den 1970er Jahren konnten windige Produzenten vor allem aus Detroit mit der Etablierung des Motown Studios fast alle schwarzen Grössen der Soulmusik bei sich unter Vertrag bringen und auch zu bis dahin für afroamerikanische Musiker unbekannten kommerziellen Erfolgen führen.